- Was ist ein guter Erholungsfaktor für einen EA?
- Ungefähr 3 bis 5 über mehrere Jahre realistischen Testens ist eine normale, glaubwürdige Spanne für einen Retail-EA. Unter 2 rechtfertigte der Ertrag den erforderlichen Rückgang nicht; über 5 ist stark, aber es lohnt sich, die Länge der Stichprobe zu prüfen, denn ein kurzer Test kann das echte Tief schlicht verfehlt haben.
- Wie unterscheidet sich der Erholungsfaktor vom Profitfaktor?
- Der Profitfaktor teilt Bruttogewinn durch Bruttoverlust und ist pfadblind — er weiß nicht, ob die Verluste einzeln oder alle auf einmal eintrafen. Der Erholungsfaktor teilt den Nettogewinn durch den tiefsten Rückgang von Hoch zu Tief und handelt damit gezielt von der schlimmsten Strecke statt von der Summe.
- Wo finde ich den Erholungsfaktor auf einer EA-Seite?
- Meist nirgends. Keine EA-Seite auf dieser Website druckt ihn, und die meisten Anbieterseiten tun es auch nicht. Beide benötigten Terme werden hier aus demselben Lauf und neben dem Datenfenster veröffentlicht, die Division dauert also einen Moment. Führt man sie für die vierzehn Läufe dieser Seite durch, ergibt sich 1,67 am unteren und 15,66 am oberen Ende — eine Spanne, die weit größer ist, als die Nettogewinne allein vermuten lassen.
- Sollte ich stattdessen die Calmar Ratio verwenden?
- Für den Vergleich unterschiedlich lang getesteter Strategien ja. Calmar teilt die annualisierte Rendite (CAGR) durch den maximalen Drawdown und belohnt eine Strategie damit nicht allein dafür, länger getestet worden zu sein. Der Erholungsfaktor bleibt der schnellere Blick, wenn beide Zahlen aus demselben Fenster stammen.