XAU/USD
Spot-Gold gegen den US-Dollar. Makrogetrieben mit starken Trendeigenschaften während Zinszyklen und geopolitischer Schocks. Weitere Spreads und höherer ATR erfordern proportional größere Stops und das 2-3-Fache des Kapitals gegenüber FX-Major-Paaren.
XAU/USD (Spot-Gold) verhält sich eher wie ein Makro-Asset als ein Währungspaar. Seine Bewegungen werden von Realzinserwartungen getrieben (Gold zahlt keine Rendite, daher steigen seine Opportunitätskosten mit den Zinsen), von USD-Stärke, geopolitischen Risikoprämien und der Reserveakkumulation der Zentralbanken. Diese Faktoren erzeugen mehrmonatige Trendphasen, die die typische Trenddauer von FX-Paaren in den Schatten stellen.
Für EA-Trader ist Golds großer ATR zugleich Chance und Kapitalanforderung. Ein einzelnes XAU/USD-Lot entspricht bei Standardgröße 100 $ pro Pip — gegenüber 10 $ pro Pip für einen Forex-Major. EAs, die auf XAU/USD dieselbe Lotgröße einsetzen wie auf EUR/USD, gehen das 10-Fache des Risikos pro Pip ein. Deshalb verwenden für Gold konzipierte EAs entweder Mikro-Lot-Größen (0,001 Standard = 0,10 $/Pip) oder erfordern höhere Mindesteinlagen.
Spread und Ausführung: Gold-Spreads liegen bei den meisten Brokern typisch bei 2,0-4,0 Pips und weiten sich bei großen Datenveröffentlichungen deutlich aus. Für einen EA, der 30-50 Pip Gewinne anvisiert, sind das 4-10 % Handelskosten — deutlich höher als die 1,5-3 % Spread-Kosten eines EUR/USD-Scalpers. Strategien müssen größere Pip-Bewegungen anvisieren, um die Einstiegskosten zu rechtfertigen; M15- oder H1-Trendfolge ist typischerweise geeigneter als M1-Scalping.
Sitzungshinweis: XAU/USD zeigt sein höchstes Volumen und seine engsten Spreads während der London-Sitzung (07-16 UTC). Nachtsitzungen (Sydney/Tokio) erzeugen dünnere Bedingungen mit höherer Fehlausbruchswahrscheinlichkeit.
Beste Sitzungen
Wann dieses Paar sauber handelt
- London
- NY
Geeignete Strategien
Was bei XAU/USD funktioniert
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